Fortbildung Gesundheitspädagogik

Berufsbegleitende Weiterbildung Gesundheitspädagogik


Diese berufsbegleitende Fortbildung ist entsprechend §§ 77 ff SGB III anerkannt bzw. zertifiziert.

Erste Maßnahme: 1992


Beginn der neuen Maßnahme: 06.03.2010

Curriculum der Bildungsmaßnahme: Das Curriculum basiert auf der „Ottawa Charta zur Gesundheitsförderung“ der WHO und dem „Rahmenkonzept Gesundheit für alle für die Europäische Region“ der WHO Europa. Die curricularen Inhalte entsprechen der modernen GFA-basierten Public-Health-Forschung und sind vor allem auf stationäre Pflege- und Rehaein-richtungen sowie ambulante Gesundheits- und Sozialdienste zugeschnitten. Es existiert ein flexibles Curriculum, so dass auf Wunsch nur bestimmte Kurs-Module umgesetzt werden können. 

Wiss. Begleitung des Curriculums: Wissenschaftlicher Beirat. Wissenschaftler aus Universi-täten/Fachhochschulen und dem Gesundheitswesen: Beteiligte Fachbereiche: Medizin/Public Health, Sozialwissenschaften/Medizinsoziologie, Soziale Arbeit/Gesundheitsförderung.

Dauer der Bildungsmaßnahme: 18 bis 24 Monate (je nach Stoffplan u. Ustd-Kontingent)

Unterrichtsstunden: 720 incl. Praxiserprobung

Ziel der Maßnahme: Vermittlung umfangreichen Wissens, das es den Teilnehmer/innen ermög-licht, auf den Bedarf unterschiedlicher Institutionen des Gesundheits- und Sozialwesens flexibel zu reagieren. Es wird ein starkes Gewicht auf komplexe theoretische und praktische Kenntnisse der Gesundheitsförderung und Prävention für unterschiedliche Zielgruppen und Institutionen gelegt. Die Teilnehmerinnen werden befähigt, ein eigenes praxisorientiertes Konzept der Gesundheitsför-derung/Prävention/Gesundheitspädagogik zu erarbeiten, das sie später in ihrem beruflichen Praxisfeld umsetzen.

Abschlussprüfung: Schriftliche und mündliche Prüfung (Kolloquium).  

Berufsabschlüsse der Kursteilnehmerinnen: Krankenschwester, Altenpflegerin, Arzthelferin, Krankengymnastin, Krankenkassenkauffrau, Physiotherapeutin, Logotherapeutin, Medizinisch Technische Assistentin, Biologisch Technisch Assistentin, Pharmakologisch Technische Assistentin, Erzieherin, Sozialwissenschaftlerin, Erziehungswissenschaftlerin, Sozialarbeiterin, Sozialpädagogin, Ernährungswissenschaftlerin, Biologin, Lehrerin, Ärztin.

Berufsinstitutionen, aus denen sich die Teilnehmerinnen rekrutieren: Allgemeinkran-kenhäuser, Fach- und Rehakliniken, Altenheime, ambulante Pflegedienste, Altenpflegeschulen, Arztpraxen. Praxen für Ergo-, Logo- und Physiotherapie, allgemeinbildende Schulen und Fachschulen. Gesundheitsämter/Fachdienste Gesundheit, Praxen für Ergo- und Physiotherapie.

Tätigkeitsfelder der Weiterbildungsteilnehmerinnen nach Kursabschluss (bezogen auf die letzten drei Kurse der Jahre 2000 bis 2007): Allgemeinkrankenhäuser, Fach- und Rehakliniken  (45 %), Institutionen der stationären und ambulanten Altenpflege (20 %), Fachschulen für Altenpflege (10%), Gesundheitsämter (5 %), Physiotherapiepraxen (5 %), Arztpraxen (5 %),  soziale Dienste (5 %), sonstige Tätigkeitsfelder ( (5 %).

Ein überdurchschnittlich großer Teil der Kursabsolventinnen (80 %) arbeitet nach Kursabschluss in der angestammten beruflichen Institution weiter und setzt dort das in der Bildungsmaßnahme an-geeignete Wissen um. Die Teilnahme an der Bildungsmaßnahme wird von einigen Arbeitgebern ganz oder teilweise finanziert. Die Bildungsmaßnahme diente einigen Kursteilnehmerinnen darüber hinaus zur Sicherung ihres Arbeitsplatzes.
10 % der Teilnehmerinnen waren bereits vor dem Kurs freiberuflich in eigener Praxis tätig und erweiterten durch die Kursteilnahme ihr institutionelles Angebot. Die restlichen 10 % sind als Honorarkraft für unterschiedliche Institutionen des Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesens tätig.

Themen in der Präsenzphase:

Gesundheitssoziologie
Sozialmedizin/Sozialepidemiologie
Public Health
Psychosomatische Medizin
Gesundheitspädagogik
Methoden der Gesundheitsförderung/Prävention
Methoden der Gesundheitsberatung
Methoden der Kommunikation, Moderation, Präsentation
Konzeptentwicklung
Prüfungsvorbereitungen/Prüfungen

Das obige Curriculum bezieht sich explizit auf die lfd. LEB-Weiterbildung Gesundheitspädagogik. Die einzelnen Lernmodule lassen sich jedoch flexibel handhaben und daher problemlos neuen Projektvorhaben der Gesundheitsförderung und Prävention anpassen.

Informationen für Mitarbeiter/innen aus Kindergärten/Kindertagesstätten

Um die Gesundheit von Kindern nachhaltig zu fördern, ist es wichtig, ihr Lebensumfeld dement-sprechend zu gestalten und ihre Gesundheitskompetenzen so früh wie möglich zu stärken. Kindergärten und Kindertagesstätten nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Sie gelten als Schlüsselsetting zur Förderung gesundheitlicher Chancen, denn sie bieten geeignete Voraussetzungen für eine frühzeitige altersgerechte Prävention und eine Prägung und Stabilisierung gesund-heitsförderlicher Verhaltensweisen.

Gesundheitsförderung im Setting Kindergarten/Kindertagesstätte bedeutet, allen Akteuren ein positives Konzept von Gesundheit zu vermitteln, das an den Lebens- und Arbeitsbedingungen ansetzt und die Gesundheitsressourcen der Kinder und ihrer Familien, aber auch die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung stärkt.
Im Rahmen der berufsbegleitenden Weiterbildung, die am 16. Januar 2010 bei der Ländlichen Erwachsenenbildung in Wallenhorst ( nördlicher Landkreis Osnabrück) beginnt, wird das Thema Gesundheitsförderung im Setting Kindertagesstätte/Kindergarten ein wesentlicher Schwerpunkt sein.

Besonders angesprochen werden hiermit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Erzieher/innen/Sozialarbeiter/innen mit mindestens dreijähriger Berufserfahrung, die sich auf dem Gebiet der Gesundheitspädagogik, Gesundheitsförderung und Prävention intensiv weiterbilden wollen. Ein weiterer Schwerpunkt der Bildungsmaßnahme bezieht sich auf die gesundheitsbildnerische Arbeit mit Eltern und die Schulung von Kolleg/innen im Bereich einer umfassenden Verhaltens- und Verhält-nisprävention (Multiplikatorenschulung).

Zu den inhaltlichen Schwerpunkten der berufsbegleitenden Weiterbildung gehören u. a.:

Die berufsbegleitende Weiterbildung Gesundheitspädagogik mit dem Schwerpunkt Humanökologie ist nach der Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZWV) zertifiziert, Zertifikat Registrier-Nr.: KLN 4000603-L01-L40. Für Berufstätige besteht die Möglichkeit, für diese Bildungsmaßnahme einen Bildungsscheck (Bezirksregierung NRW) oder einen Bildungsgutschein (Arbeitsagenturen) zu beantragen, wenn die beruflichen/persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind (siehe auch die PDF-Datei der Arbeitsagentur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Internet).
Auskünfte / Informationen:
LEB Fachbereich Gesundheit & Selbsthilfe, Tel. 05407/2092, fb-gesund-sh@leb.de
Dr. Burkhard Kastenbutt, Tel. 0541/804191